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yogy Starshina
Anmeldungsdatum: 02.08.2006 Beiträge: 58 Wohnort: ER.DE
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Verfasst am: Do Okt 02, 2008 14:50 Titel: Die SU am Tropf der westlichen Alliierten |
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L&L-Anteil:
Aviation fuel 60%
Wenn man aviation & automotive fuel zusammenzählt, sind immer noch 20% der Gesamtmenge von den Amis.
Komplette Eisenbahnhardware: 80% L&L
Von Metallproduktion & Maschinen anscheinend auch ca. 30% L&L.
Siehe hier:
http://www.ordersofbattle.darkscape.net/site/sturmvogel/SovLendLease.html
PS: Auf der gleichen Seite sieht man auch die Abhängigkeit des DR von der SU.
PPS: So. Was wird CTO dazu sagen  _________________ Liebe Grüße, yogy
Flieger in der EJGrOst |
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FlKp21_Simeler Starshina
Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 69
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Verfasst am: Do Okt 02, 2008 20:10 Titel: |
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soll hier der Kalte Krieg aufgewärmt werden
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Sokol Site Admin

Anmeldungsdatum: 11.05.2005 Beiträge: 979
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Verfasst am: Fr Okt 03, 2008 9:29 Titel: |
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Schön, von Dir zu hören, Papa-Yogy!
Hatte mich vor Jahren mal mit dem Thema beschäftigt: Gestoppt haben sie die Wehrmacht bevor der Aliierte Kram ankam. Für die Möglichkeit in die Offensive zu gehen, waren L&L sicher wichtig, vor allem auch in Bezug auf Nahrungsmittelkonserven und LKWs.
Von den L&L Flugzeugen und Panzern hielt man ja nicht so viel _________________
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CTO Major

Anmeldungsdatum: 11.05.2005 Beiträge: 726 Wohnort: DD
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Verfasst am: Fr Okt 03, 2008 12:06 Titel: |
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Kann da eigentlich nur Sokol zustimmen.
1941 war die Wehrmacht im Vergleich am besten gerüstet. Die Verluste waren im November 41 so hoch, dass Halder im November 1941 in sein Tagebuch schrieb: "Ein Heer wie im Sommer werden wir nicht mehr haben." Moskau 41 wird mittlerweile als die Entscheidungsschlacht im 2. WK gesehen, denn ab da sank die Ausrüstung und Ausbildung der Wehrmacht immer mehr ab - unkompensierbare Verluste gerade an Kfz. u. ä.
In diesem fraglichen Zeitraum spielte Land Lease keine Rolle. Somit kann man sagen, dass Land Lease sicher dazu beigetragen hat, den Krieg (stark?) zu verkürzen, aber eben nicht entscheidend war.
Die Zahlen zur sowjetischen Produktion werde ich mal versuchen zu überprüfen, da ich unten als Literaturangabe folgendes gesehen habe:
"Sokolov, B. V. "The Role of Lend-Lease in Soviet Military Efforts, 1941-1945"; Journal of Slavic Military Studies, Vol. 7, No. 3, Sept. 94"
Dieser Mensch ist für notorische Zahlenfälschungen bekannt, so hat er im finnischen Winterkrieg der Roten Armee mehr T-35 Verluste zugestanden, als überhaupt produziert wurden. Ist halt das Problem wenn man als Literaturprofessor Historiker wird. |
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yogy Starshina
Anmeldungsdatum: 02.08.2006 Beiträge: 58 Wohnort: ER.DE
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Verfasst am: Mo Okt 06, 2008 14:51 Titel: |
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| Sokol hat folgendes geschrieben:: | Schön, von Dir zu hören, Papa-Yogy!  |
Ja,schwupp-di-wupp isser draußen...
@ Simeler: Klar, Kalter Krieg Teil2: yogy vs. Sokol+CTO
BTT:
Richtig, zumindest Moskau '41 hat die SU wohl aus eigener Kraft geschafft. Grundätzlich aber denke ich, gehört schon noch mehr dazu einen Gegner zu schlagen als dazu, ihn "nur" zu stoppen wenn er sich "zu weit" vorgewagt hat.
Wäre schön die Lieferungen jährlich in Relation zu den eigenen (sowj.) zu sehen. Kennt Ihr das was?
EDIT:
Das 1941er-Thema haben die Amis auch schon erkannt:
| Zitat: | The disparaging opinion that American Lend-Lease “saved” the U.S.S.R. ignores the fact that Hitler’s 1941 blitzkrieg failed before Western materiel was received by Russia in any significant amount and that (as Dr. Garthoff notes) most of it arrived after Russia’s triumph at Stalingrad. An underestimation of the power of the Soviet Army of today could be disastrous.
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aus http://www.airpower.maxwell.af.mil/airchronicles/aureview/1966/sep-oct/chew.html
Qualität der L&L-Panzer/AC: Eingesetzt hat die RA die Matilda, Sherman (unverständlich) und P39 aber trotzdem... _________________ Liebe Grüße, yogy
Flieger in der EJGrOst |
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CTO Major

Anmeldungsdatum: 11.05.2005 Beiträge: 726 Wohnort: DD
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Verfasst am: Mo Okt 06, 2008 23:01 Titel: |
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IIRC wurden die meisten Güter erst 1943/44 geliefert. 1941 ist praktisch vernachläßigbar, 1942 wurde es dann halbwegs interessant. Spätestens nach Stalingrad im März 1943 war aber klar, wohin die Reise geht.
Die Frage ist ja auch noch, welche von den Gütern wurden überhaupt und wie genutzt?
Das Beispiel der P-63 und Spit IX möge hier Pate stehen. Die gleiche Frage stellt sich bei den Wirtschaftlichen Gütern, wieviel Triebstoff hortete die SU in Lagern? Wieviel Metalle usw.
Nicht alles was aus den USA/GB kam war brauchbar, idR. waren besonders britische Waffen recht unbeliebt.
Zwei Dinge waren allerdings von der SU recht beliebt Konserven und Kfz. aller Art, sowie vermutlich Textilien. |
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yogy Starshina
Anmeldungsdatum: 02.08.2006 Beiträge: 58 Wohnort: ER.DE
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Verfasst am: Di Okt 07, 2008 14:59 Titel: |
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| CTO hat folgendes geschrieben:: | Die Frage ist ja auch noch, welche von den Gütern wurden überhaupt und wie genutzt?
Das Beispiel der P-63 und Spit IX möge hier Pate stehen. Die gleiche Frage stellt sich bei den Wirtschaftlichen Gütern, wieviel Triebstoff hortete die SU in Lagern? Wieviel Metalle usw.
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Zumindest eine Teilantwort kann ich hier geben:
Das L&L-Aluminium wurde wohl dringend benötigt, ebenso wie andere Flugzeugwerkstoffe. Denn erst '44 (mit Hilfe des '43 befreiten Donezbeckens?) konnten Ganzmetall-Typen en masse produziert werden: La-7, IL-2 mit Metallholmen etc.
Finde es immer noch fraglich, ob die vernichtenden Niederlagen des DR ab Kursk so ohne L&L möglich gewesen wären.
33% bei Explosives, 45% bei Kupfer, 55% bei Alu, 30% bei Reifen: Das sind alles potentielle Engstellen um die sich die SU nicht sorgen musste, und sich auf andere Bereiche konzentrieren konnte.
Angenommen, die SU fuhr bei "Explosives" an der Grenze Ihrer Kapazität: Dann hätten Sie halt nur noch 2/3 Ihrer Munition zur Verfügung gehabt... etc. pp... _________________ Liebe Grüße, yogy
Flieger in der EJGrOst |
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CTO Major

Anmeldungsdatum: 11.05.2005 Beiträge: 726 Wohnort: DD
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Verfasst am: Di Okt 07, 2008 19:15 Titel: |
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Natürlich hat Land und Lease geholfen die Siegesleistung zu verbessern. Die Frage ist nur in welchem Maße?
Dazu muss man dann aber viel wissen über Lagerbestände, Dauer der Nutzung usw. Will sagen, dass wird komplex. |
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Sokol Site Admin

Anmeldungsdatum: 11.05.2005 Beiträge: 979
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Verfasst am: Sa März 20, 2010 20:47 Titel: |
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Was ich jetzt im Gordon: Soviet Airpower gelesen habe:
Werkzeuge waren absolute Mangelware in der SU, schon vor L&L, angeblich wurden ganze Fabriken mit gekauften Ami-Werkzeugen ausgestattet.
Es gibt in dem Buch auch schöne Bilder von Flugzeugfabriken in der SU, das ist ne andere Liga als die Quetschbuden im 3. Reich. _________________
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CTO Major

Anmeldungsdatum: 11.05.2005 Beiträge: 726 Wohnort: DD
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Verfasst am: Mo März 22, 2010 19:15 Titel: |
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Das mit den Werkzeugen ist ein interessanter Hinweis, weil ich auf den Fakt gestoßen bin, dass die RA ihre Panzer nur selten repariert hat. Ein Grund dafür?
Zum Thema Fabriken, im Gegensatz zum Deutschen Reich gab es in vielen Fabriken eine große Anzahl an Facharbeiterinnen. Diese wurden natürlich nicht zur Armee einberufen.
Wie schon gesagt, ohne Land & Lease wäre die Rote Armee vermutlich nicht so schnell in Berlin gewesen. Um aber nochmal die Zahlenverhältnisse zu verdeutlichen. Bis Ende 1942 hatte die Wehrmacht etwa 800.000 Tote und max. 100.000 Gefangene zu verzeichnen (ohne Stalingrad also). Die Sowjetunion hatte 6,4 Mio Tote und Gefangene.
1943 sah es wie folgt aus.
Rund 700.000 Tote + 100.000-200.000 Gefangene. Die Sowjetunion hatte 2,3 Mio. Tote und Gefangene. Hier sieht man wie sehr sich die Verhältnisse nach Stalingrad änderten, etwa 1:2,5. Dabei sind die Verbündeten Deutschlands nicht dabei.
Ein deutscher Jahrgang (Mitte 1920er) junger Männer hatte etwa 600.000, ein sowjetischer das Dreifache. Damit war das Verlustverhältnis unter das personelle Ressourcenverhältnis gesunken Dieser Trend wäre für das Deutsche Reich nicht mehr aufhaltbar gewesen. |
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